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#liebeslauftagebuch – drüben, auf Insta

Wie dreist. Den Post doch tatsächlich mit dem Hashtag «liebeslauftagebuch» versehen. Drüben auf Instagram – jener Mischung aus Mikroblog und audiovisueller Plattform, wie es auf Wikipedia nachzulesen ist.

Hashtags sind bei Insta Trumpf – auch «liebeslauftagebuch». Vom Hochleistungstraining auf einen Ultra-Megaevent bis hin zum Laufanfänger, zur Laufanfängerin. Von der nahezu professionell anmutenden Geschichte bis zu der, wo Laufen Mittel zum Zweck ist. Um beispielsweise Pfunde purzeln zu lassen. Wo die ersten fünf zusammenhängenden Kilometer mit einem Foto gefeiert werden. Das macht ihn, diesen Mikroblog (oder besser Mikrokosmos?) so abwechslungsreich und unterhaltsam.

Läuferische Diversität: alles kann, nichts muss.

Doch meinerseits von einem Tagebuch zu sprechen, ist auch in dieser virtuellen Welt eigentlich ganz schön dreist. Denn seit dem E51-Finish am «Eiger Ultra Trail» ist die Luft irgendwie draussen: in den Beinen, aber auch in der Motivation. Von wegen Tagebuch – es sind eher wochenweise Strohfeuer, die den aktuellen «Trainingsplan» beschreiben würden. Diese Woche nun habe ich ziemlich reingepumpt. Luft, wohlverstanden. In die Beine und auch in den Kopf. Mental und so, ihr wisst schon.

Blick auf die Nordsee bei Renesse. Und diese Bildlegende muss jetzt einfach sein: «The Loneliness of the Long Distance Runner» …

Ende der Ferienwoche stehen jedenfalls über 66 Kilometer in vier Laufeinheiten auf dem Tacho. Zunächst in der flachen Weite des niederländischen Zeelands, umgeben von viel Sand (in und unter den Schuhen), Nordsee und Ponys – dann zwei Mal zurück in der Region Basel. Ohne Strand, versteht sich.

Und schon in einer Woche sind weitere 42 Kilometer angesagt. Nicht auf mehrere Einheiten verteilt, sondern am Stück unter Dach und Fach zu bringen. Nennt sich Köln-Marathon. Nach zwei Ultras in diesem Jahr wäre das ein schöner Abschluss. Und ein würdiger Aufgalopp in Richtung Rennsteiglauf kommenden Mai. Die Ansage im Thüringer Wald: 73,9 Kilometer und knapp 1900 Höhenmeter.

Die Devise für den kommenden Sonntag: «Et kütt wie et kütt.»

Ob ich wirklich starte? Ob es nach 2013 den zweiten Finish in der Domstadt gibt? Oder ob nach halber Strecke die Luft draussen und das erste Kölsch drin ist? Die Antwort(en) gibt’s natürlich mit Hashtag. Drüben, auf Insta.

Einmal 23, einmal 18 Kilometer: Auch Ridgeback Nala (hier im Bild mit meinem «Personal Motivation Coach») hat in dieser Woche zwei Longjogs (oder eher Longwalks …) mit Bravour absolviert. Und dies natürlich auf ihrem Insta-Account gepostet. Auch Hunde können Hashtag.

6 Kommentare zu #liebeslauftagebuch – drüben, auf Insta

  1. Lieber Vloggy,
    hey, ich stehe in Köln an der Strecke, dann sehen wir uns vielleicht? Wenn Du startest, schon mal auf alle Fälle einen schönen Lauf und viel Spaß in der Domstadt!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Sali Elke

      Vielen Dank fürs Daumendrücken. Dann hoffe ich doch, dass ich es zumindest bis zu Dir schaffe. Die Beine sind nach diesem Jahr ziemlich leer – aber von der Stimmung getragen könnte es nochmals einen Marathon-Finish geben.

      Liebe Gruess

      Vloggy

  2. Elke's Runningblog // 8. Oktober 2019 um 7:51 am // Antworten

    Hoi Vloggy,
    das wird schon! Wobei ich zugeben muss, obwohl ich ja sehr nah an Köln wohne, aber wenn es um Stimmung geht, da ist Düsseldorf (die „böse“ Stadt) besser…
    Et kütt wie et kütt, un dä Vloggy kütt in et Ziel!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Sali Elke

      Da bin ich voll bei Dir. Habe Köln bereits 2013 erleben dürfen – und fand die Stimmung nicht an allen Stellen der Strecke wirklich prickelnd. Mein bestes Erlebnis in dieser Beziehung war bisher der Hamburg-Marathon.

      Wie geschrieben: Diesen Marathon nehme ich einfach noch mit, ist aber nicht als Ziel deklariert. Habe im Hinterkopf, dass ich zumindest die «4» vorne stehen haben will – das müsste eigentlich machbar sein. Mit den Ultras in diesem Jahr habe ich wohl meine Körner ziemlich aufgebraucht.

      Ich werde den Lauf auch deshalb «gelassen» angehen, weil ich (wie mittlerweile immer wieder mal) ohnehin das Wochenende im Raum Köln verbringen werde … Hashtag: aus privaten Gründen.

      Liebe Gruess

      Vloggy

  3. Ja, Hamburg fand ich auch spitze, obwohl wir den Nordlichtern ja immer eine gewisse Zurückhaltung nachsagen. Und auch die sonst ja als ruhig eingestuften Schweizer sind wahre Stimmungskanonen, also jedenfalls in Bern beim GP.
    Öfter mal Köln? Etwa ähnliche Gründe, die meinen eidgenössischen Ehemann hierher zogen…? Wie auch immer, das lässt sich ja mit dem Lauf am Sonntag verknüpfen…
    Liebe Grüße
    Elke

    • Deine Vermutung geht in die richtige Richtung – aber eine permanente Dislokation gen Norden steht nicht zur Debatte.

      Weisst Du schon, wo Du ungefähr an der Strecke stehen wirst (eigentlich eine blöde Frage, da ich ja überhaupt nicht weiss, nach wem ich Ausschau halten müsste …)? Oder bist Du/seid ihr am Samstag allenfalls sogar auf der Marathonmesse?

      Liebe Gruess

      Vloggy

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