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Walliser Trailrun: «Meet & Greet» mit McDavid

«Haben wir den McDavid noch in Grösse 46/47?» Die Praxisassistentin bejaht die Frage des Arztes kurze Augenblicke später aus dem Nebenraum. Dann folgt die Instruktion. Keine Raketenwissenschaft, den «Ankle Guard» über den lädierten Fuss zu stülpen. Die Praxisassistentin zögert dennoch.

«Sofort sagen, wenn’s weh tut.» Tut’s eben nicht – was es noch eine gehörige Portion schwieriger macht, die erneute Trainingspause zu akzeptieren. Bänderdehnung am rechten Fussgelenk. Dazu kommen auf dem Röntgenbild offenbar längst verjährt geglaubte Themen zum Vorschein. «Sie haben kaputte Bänder und eine Knochenabsplitterung», erklärt mir der Arzt. «Aber nicht von jetzt.»

Ja, da war mal was. Genau genommen drei Mal. Vor über 30 Jahren zum ersten Mal – Junioren-A-Fussball beim FC Concordia Basel, kurz «Congeli». Danach, Ende der Achtziger-, Anfang der Neunzigerjahre noch zwei schmerzhafte Intermezzi: auf einer Treppe und beim Orientierungslauf im Wald. Weggeknickt. Als Resultat jeweils eine Gipsschiene im Spital, aber nie bis ins Detail untersucht. Schnee von gestern.

«Gestatten: McDavid. Ankle Guard McDavid!»

Die Gegenwart: «Vier bis sechs Wochen Laufpause», so der Arzt. Was für eine Alternative zu drei Wochen Berglauf- und Trailtraining im Hinblick auf den «Transruinaulta» im Oktober. Umgeknickt beim ersten «Warm-Up» am ersten Ferientag in Zermatt. Eine Stunde locker, 300 Höhenmeter über Stock und Stein. Erst rauf, dann runter. Und dann … beim «Runter» auf einem Stock oder Stein zu früh oder zu spät, auf jeden Fall aber vor allem unvorteilhaft gelandet. Jetzt tagsüber Bandage.

Noch habe ich meine Trailmarathon-Premiere in der Rheinschlucht nicht abgeschrieben. 42,195 Kilometer von Ilanz nach Thusis, 1800 Höhenmeter. Mehrmals rauf, mehrmals runter. Nach dem zweiten «Zermatt-Finish» sind die Kondition für die Distanz und die Kraft für die An- und Abstiege grundsätzlich da. Beides gilt es, nun irgendwie zu konservieren.

Heute, 18 Uhr, eine andere Premiere: erster Physiotermin am Fusse des Matterhorns. Aufgabe: Das lädierte Fussgelenk bei Laune halten. Und mich.

Morgen wage ich mich wohl wieder «ins Gelände». Wandernd. Über Stock und Stein. Mit Vorsicht. Und mit McDavid.

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  1. Das Wandern ist der Seele Balsam – strohmRUN

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