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Aktenzeichen XY … gelöst

«Wo sind Ausdauer und Leichtigkeit von Anfang des Jahres», lautete die Vermisstmeldung auf Facebook. Veröffentlicht am 13. August – damals soeben zurückgekommen von einem Trainingslauf, der mit 77 Minuten für 11,7 Kilometer nie in die Kategorie der Hochgeschwindigkeitsläufe aufgenommen werden wird. «Alles andere als loggervloggyg», so das leicht resignierte Fazit.

Die aufmunternden Kommentare auf den Social-Media-Post blieben nicht aus – und haben Wirkung gezeigt. Denn heute, rund einen Monat später, sieht die Welt anders aus. Einen Trainingsplan mit klarem Ziel gibt es dieser Tage zwar noch immer nicht, dafür geniesse ich jeden Meter, den ich mehr oder weniger schmerzfrei rennen kann. Und so ist nebst zwei Mal wöchentlichem Personal (Kraft-)Training, unregelmässiger Physiotherapie, monatlicher Osteopathie und locker eingestreutem Indoor Rowing am Wochenende jeweils ein Longjog fällig. Vor zwei Wochen 18,7 Kilometer (Basel-Rodersdorf), vergangene Woche 19 Kilometer (Basel-Rheinfelden) – und heute nun die 20-Kilometer-Marke geknackt. Abstecher in die Petite Camargue Alsacienne.

Es ist noch immer ein permanenter Balanceakt zwischen Vernunft und Übertreibung, das Tempo mit einer Pace von rund 6:35 Minuten pro Kilometer gemächlich. Denn die Muskulatur in der rechten Gesässgegend rebelliert (noch) immer dann, wenn ich die Belastung (beispielsweise über das Tempo) erhöhe. Doch es wird besser. Von Tag zu Tag.

Positiv denken, heisst deshalb die Devise. Die schmerzfreien Momente geniessen, sich nicht an den unangenehmen Schritten (die es noch immer gibt) aufhalten. Auch ohne Trainingsplan mit klarem Ziel. Und so huschte da in den vergangenen Tagen für einen Moment sogar die Idee durch den Kopf, Anfang Oktober am ältesten Volkslauf der Schweiz, dem Murtenlauf, zu starten. Status-Update: Idee verworfen. 17 Wettkampf-Kilometer kämen eindeutig zu früh, Prädikat Übertreibung.

Vernunft regiert.

Zusätzliche Motivation liefert der neue Laufbegleiter: Der arg in die Jahre gekommene Trinkgurt musste vor zwei Wochen – vor dem notabene ersten Longjog seit dem Freiburg-Halbmarathon im April – weichen, ein ultraleichter Laufrucksack trat an dessen Stelle. Mit Trinkblase. Und genügend Stauraum für Proviant und Trockenkleidung. Das Modell heisst «Extreme Running Backpack».

«Extreme» – nicht aus Übertreibung. Nein, es war bei der Evaluation grössenmässig der einzige Rucksack, bei dem mir der Bauchgurt nicht unmittelbar in den Achselhöhlen klemmte …

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
Frank Behrens/Flickr/CC

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