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Hornhäute für die Regatta-Premiere

Beine, Arme. Arme, Beine. Und wieder von vorne. Es wird voraussichtlich ein einsamer Kampf werden. Kommenden Sonntag, ab 18 Uhr. 10 Kilometer stehen auf dem Programm. Gegen einen Kalifornier, einen Franzosen und einen Landsmann aus der Schweiz. Vielleicht kommen noch mehr Gegner hinzu. Nicht laufend, sondern rudernd.

Im Trockenen.

Seit gut einem Monat steht das Model E von Concept 2 im Hobbyraum. Zunächst – der muskulär-nervlichen Zwangspause geschuldet – noch ohne Verwendung. Dann die ersten zaghaften Versuche: 15 Minuten ganz locker, dann drei Kilometer, fünf, sechs Kilometer, 30 Minuten – und vergangenen Sonntag mal 10 Kilometer. Über 51 Kilometer haben sich in neun Trainingseinheiten summiert.

Es fühlt sich gut an. Hunderte von Muskeln sollen mit Rudern trainiert werden; laut Studie des deutschen Magazins «Focus» soll nur Triathlon noch gesünder sein. Rudern sei so verletzungsarm wie kaum eine andere Sportart, berichtet der ehemalige österreichische Ruder-Weltmeister und Zahnarzt Christoph Schmölzer im «Forum Gesundheit» – «einzig kleine Druckstellen und Blasen an den Händen können einem den Spass verderben.»

Stimmt. Auch im Trockenen.

Druckstellen und Blasen an den Händen. Aber verdorbener Spass? Keinesfalls. Beide, Druckstellen und Blasen, haben bereits nach 51 Kilometern rudern grosszügig der Hornhaut Platz gemacht.

Am Rudergerät hängt längst ein USB-Kabel, verbunden mit dem MacBook, darauf die Software «RowPro». Als Spielifizierung oder neudeutsch «Gamification» wird sowas bezeichnet. Im Klartext: Das Rudern mit echten Druckstellen, Blasen und Hornhäuten wird parallel auch in die virtuelle Welt abgebildet.

Beide Welten: im Trockenen.

Für kommenden Sonntag ist die Online-Regatta «Nordiska Virtual 10 km» angesagt. Ich werde meinen Skiff wassern. Virtuell. Und in echt werde ich wahrscheinlich hinterhecheln, denn mit meiner ersten 10-Kilometer-Zeit von 47:13,2 Minuten liege ich im weltweiten Concept2-Ranking der Saison 2016/2017 auf Platz 1428 von 1708. Lediglich – oder immerhin?

«Der ganze Körper wird belastet», sagt Schmölzer, «von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen.»

Beine, Arme. Arme, Beine. Und wieder von vorne. Rennbericht folgt.

 

Concept2 Model E mit Performance-Monitor PM5
Preis: CHF 1398.00 (Stand 13.7.2016)
Bezugsquelle: Achermann Sport Stans
Herstellerseite: Concept2
Software: RowPro von Digital Rowing (für Mac und Windows)

Bewertung: ★★★★

★ Schubladenfüller ★★ nice to have ★★★ nützlich 
★★★★ unverzichtbar

Disclaimer: Das Produkt wurde regulär käuflich erworben. Es fand keine Vergütung für diesen Artikel statt.

 

 

 

1 Trackback / Pingback

  1. Digitalisierung: iPhone verbessert Rudertechnik – strohmRUN

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