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Herumrudern auf der Achterbahn

Von wegen: Schnaps, das war sein letztes Wort. «Wenn das kein Anfang ist», so endete vielmehr der letzte Blogeintrag an dieser Stelle. Eigentlich hoffnungsvoll. Ohne zu ahnen, was sich dahinter verbergen sollte.

Fast ein Monat später sieht die Faktenlage so aus: Röntgenbild und Befund vom Sportarzt betreffend muskuläre Probleme liegen vor. Die nächste Serie Physiotherapie läuft verheissungsvoll. Ein sanfter Trainingseinstieg auf neuer persönlicher Gerätschaft machte Mut. Gebremst von drei Cortison-Infusionen. Ausserplanmässig. Doch der Reihe nach.

«Es besteht der Verdacht auf eine Bogenschlussstörung S1», hält der renommierte Sportmediziner Matteo Rossetto in seinem Bericht fest. Und endlich habe ich es Schwarz auf Weiss attestiert: «Beide Hüftgelenke sind eher grosszügig überdacht, vor allem rechtsseitig, was die Becken-Steifigkeit und verminderte Beweglichkeit erklärt.» Voilà. Ich hatte rein medizinisch gar nie die Chance auf eine Karriere in Rhythmischer Sportgymnastik. Weder mit Band, Ball, noch Keule.

Und der auf das eindeutige Röntgenbild (ich konnte die «S1» deutlich erkennen …) basierende Befund dürfte die nunmehr rund zwei Jahre andauernden muskulären Probleme in der rechten Gesäss- und Oberschenkelgegend begründen: «Wahrscheinlich handelt es sich um ein kombiniertes Problem», schreibt Rossetto. «Durch die verminderte Beweglichkeit der Hüftgelenke kommt es zu kompensatorischen Bewegungen aus dem Beckenring, diese wiederum reizen die Nearthrose zwischen S1 und Beckenschlaufen.»

comebackstronger

Die «gluteale Problematik» und Optimierung der Beckenring-Stabilität wird nun mittels neuerlicher Physiotherapie angegangen – nach den ersten (liegenden) Sitzungen sind die Ergebnisse ermutigend. Genauso wie vor Wochenfrist die ersten drei Mal fünf Minuten Intervall auf dem mitten in die Trainingspause käuflich erworbenen «Concept 2 Model E» – einem Rudergerät. Ein ausführlicher Gadget-Bericht folgt nach regelmässigerer Nutzung, denn die leicht aufkeimende Euphorie ist bereits wieder gebremst.

Probleme mit dem linken Innenohr haben Mitte der zurückliegenden Woche eine neue Baustelle eröffnet und zu Schwindelgefühlen geführt. Das Resultat: drei dreiviertelstündige Cortison-Infusionen sollen das Gröbste aufhalten. Gestern die vorerst letzte. In einer Woche ist Stippvisite beim HNO-Arzt. Zusammen mit der ebenfalls ausserplanmässigen komplexen zweiteiligen Zahnwurzelbehandlung von Ende Mai ist mein Bedarf an Spritzen (und Röntgenbildern) jedenfalls fürs Erste gedeckt.

Ist die Achterbahnfahrt wirklich gestoppt, stünde morgen Abend nach nun zehnwöchiger (!) Pause mein erstes richtiges Training im Fitness-Studio auf dem Programm.

Es wäre höchste Zeit. Für ein spritziges Comeback.

Schnaps!

 

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