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«Vertical Up»: Härtetest am Lauberhorn

2015 fand die weltberühmte Lauberhorn-Abfahrt zuletzt auf der gesamten Länge von 4480 Metern statt. Der Sieger in Wengen damals hiess Hannes Reichelt: Der Österreicher benötigte etwas mehr als zwei Minuten und 36 Sekunden. Am vergangenen Wochenende nun siegt wieder ein Österreicher: Dominik Salcher – in gut 39 Minuten.

Zwischen diesen beiden Resultaten liegen zeitlich Welten. Und doch sind es zwei sportliche Höchstleistungen. Des Rätsels Lösung: Der Tiroler Salcher bewältigte die 1028 Höhenmeter auf der Lauberhorn-Piste in umgekehrter Richtung – also von unten nach oben.

Wer also bis dato glaubte, dass verrückte Laufveranstaltungen in erster Linie in Nordamerika, in irgendeiner Wüste oder am Nord- oder Südpol gedeihen können, sieht sich mit dem «Vertical Up» eines Besseren belehrt: «A Hell of a Run», nennt sich die Laufserie, die eben auch im Berner Oberland Halt macht.

Regeln gibt es keine. «Freie Materialwahl solange alles aus eigener Kraft angetrieben wird», heisst es in der Ausschreibung. Vorschläge zum Material werden gleich mitgeliefert: Tourenski, Langlaufski, Laufschuhe mit Spikes, Steigeisen, Schneeschuhe, Skistöcke, Barfuss …

Und schliesslich gibt es von den Veranstaltern für die Strecke, die ein Gefälle zwischen sechs und maximal 41 (!) Prozent aufweist, kostenlos den ultimativen Tipp: «Beste Ausdauer, beste Technik mit optimalem Material gewinnt!»

Nicht nur im Berner Oberland wird eine historische Skistrecke buchstäblich auf den Kopf gestellt: Impressionen von der Streif in Kitzbühel, wo das «Vertical Up» im Jahr 2010 erstmals ausgetragen wurde.

«Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen»
Getreu der Aussage des deutschen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt werden in der Rubrik «Vision» in loser Folge etwas andere Laufveranstaltungen vorgestellt – natürlich ohne Einschränkung, die eine oder andere Vision dereinst Realität werden zu lassen.

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
Screenshot Youtube

2 Kommentare zu «Vertical Up»: Härtetest am Lauberhorn

  1. Elke's Runningblog // 22. März 2016 um 7:40 am // Antwort

    Hoi Vloggy,
    Jessesmariajosef, auf die Idee muss man auch erst einmal kommen! Aber warum nicht. Im Gegensatz zu manch anderem Wettbewerb in den Alpen ist die Strecke ja noch überschaubar. Ich wusste gar nicht, dass es dieses Rennen gibt, danke fürs Zeigen!
    Liebe Grüße
    Elke

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