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Indoor-Running: Ohne Dreck – und trotzdem nicht sauber

Bewunderung – oder doch eher Verachtung? Zwei Mal die Woche sehe ich sie. Diejenigen, die auf dem Laufband des Fitnessstudios ihre Kilometer abspulen. Ganz ehrlich? Wahrscheinlich ist es weder Bewunderung, noch Verachtung – sondern irgendetwas dazwischen. Vielleicht ganz profanes Kopfschütteln.

Lauftraining auf dem Laufband? Das ist wie Fussballspielen mit einer überreifen Tomate. Oder um den aktuellen Darts-Hype aufzugreifen: Wie der Versuch eines «Bull’s Eye» durch Wattebäuschchenwerfen. Summa summarum: Irgendwie nicht ganz sauber tickend.

Natürlich gibt es die, die – beispielsweise aus einer Verletzung kommend – auf dem Laufband wieder kontrolliertes und gezieltes Aufbautraining betreiben. Und natürlich auch jene, die im Fitnessstudio die monoton-motorgetriebene Unterlage zum Aufwärmen vor oder Auslaufen nach einem Krafttraining nutzen. Die sind explizit allesamt nicht gemeint. Aber es gibt mindestens so viele, die des Laufbands wegen aufs Laufband gehen. Indoor-Running. Weil es draussen kalt ist. Jetzt, im Januar.

Und genau für die habe ich was entdeckt: Wenn bis Mitte Februar die Indoor-Running-Kondition aufgebaut ist, können sie am 14. Februar in den Südschwarzwald fahren (von Basel beispielsweise nur eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt) – und dort laufen, laufen, laufen. Drinnen, wo’s schön warm ist. Drinnen, im Trockenen. Ohne Dreckspritzer. Ohne Regenpfütze (oder diesen Winter dereinst vielleicht: ohne Schneematsch). Einfach laufen, laufen, laufen.

Aber, aufgepasst: Die Platzzahl ist beschränkt auf 50 Teilnehmende. Das Ganze nennt sich Hallenmarathon Pfohren – und wird dort, an der idyllischen Donau, zum ersten Mal ausgetragen. Wobei: «Idyllisch» ist ja sowas von totalegal. Sieht eh keiner, drinnen, in der sauberen Inline-Arena von Geisingen. Zeit genug gäbe es schon, auf den 211 Bahnrunden. Sie ist mir suspekt, diese Indoor-Läufergilde …

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
Farhad sh/Flickr/CC

Ein Kommentar zu Indoor-Running: Ohne Dreck – und trotzdem nicht sauber

  1. Da ist sie wieder – Die Evolution des Menschen.

    Vom Höhlenmensch zum Hallenmensch. 😀

    Dann haben wir Bioläufer draußen wenigstens mehr Platz 😉

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