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«Swiss City Marathon»: Einen hab‘ ich noch

42’195 Meter total unbeschadet überstanden. Der Muskelkater nur kurz schnurrend. Das Personal (Rumpfstabilitäts-)Training bereits wieder aufgenommen. Da kann man schon mal auf Gedanken kommen. Wie jenen, dass an der Floskel «Nach dem Lauf ist vor dem Lauf» viel mehr dran ist, als man gemeinhin denkt.

Zwei Wochen ist es her, als mich «der Coach» beim bassgeschwängerten Treffen im Zürcher Hauptbahnhof mit der Information versorgt hatte, dass er beim «Swiss City Marathon» in Luzern als 1:45er-Pacemaker auf der Halbdistanz im Einsatz sei. «Denk drüber nach», rief er mir beim Abschied damals hinterher. «Ja, ja, schon klar …», brummelte ich vor mich hin – und stieg in den Zug. Lass mich nach all diesen Wehwehchen und Trainingspausen der vergangenen Monate erst einmal den Marathon unbeschadet überstehen.

Wenige Augenblicke nach dem Zieleinlauf im Münchner Olympiastadion beginnt es im Kopf zu rotieren. Wie befohlen, denke ich drüber nach: Doch noch ein Halbmarathon? So richtig auf Zug? Startabsichten! «Etwas Denkbares – oder sofort wieder zu verwerfender Schwachsinn?», frage ich «den Coach» dann gestern Morgen per Mail. Dieser will sich nicht vollends aus dem Fenster lehnen – erwähnt aber, dass die Trainingslehre davon ausgehe, dass man zwischen drei und sechs Wochen nach einem Marathonlauf noch von der Form profitieren könne. Und er skizziert zwei Ausgangslagen.

In «Variante 2» erkenne ich mich sofort wieder: Des Marathonläufers Ziel sei das Ziel gewesen, er sei locker gelaufen, sei mit dem Rennen zufrieden und hätte nicht an die Grenzen gehen müssen. «Bereits einige Tage nach dem Wettkampf fühlt er sich gut», heisst es in der Gedankenskizze zu diesem Mister X weiter, «zudem ist der mentale Speicher nicht leer, der Läufer ist motiviert für neue Taten.»

Bis Sonntag in einer Woche ruht das Lauftraining. Regeneration. Dann aber stehe ich für weitere 21,095 Kilometer in Luzern an der Startlinie. Der mentale Speicher quillt förmlich über, motiviert für neue Taten. Denn nach dem Lauf ist vor dem Lauf.

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
Alphornvereinigung Pilatus Kriens/Flickr/CC

2 Kommentare zu «Swiss City Marathon»: Einen hab‘ ich noch

  1. Barbara Büchler // 19. Oktober 2015 um 9:22 pm // Antwort

    Hätte dir jetzt eher zum Polar Circle Marathon am 24./25. Oktober geraten… Tja, aber ich werde ja nicht gefragt!

1 Trackback / Pingback

  1. Luzern-Nachlese: Schwitzen, nicken und lächeln | strohmRUN

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