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RUEDIRENNT: Mittendrin mit grossem Stolz

Wummernde Bässe. Die Melodie verliert sich als Brei in der riesigen Halle. Hit folgt auf Gassenhauer, Partykracher auf Mitgröhlklassiker. Das Münchner Oktoberfest ist längst überall – auch im Zürcher Hauptbahnhof.

«Dieser Aufwand mit Festzelten wäre doch nicht nötig gewesen, um mich so auf den Marathon-Countdown für München einzustimmen», klopfe ich meinem Coach Ruedi Frehner augenzwinkernd auf die Schulter. Es geht an diesem Abend wirklich ums Laufen. Aber nicht um mich. Und das ist gut so.

Der zweite Verrückte im Bunde, Reto Hunziker, sitzt bereits am Cafétisch. Umgeben von Papier: Daten, Skizzen, Gedanken – alles Material zum nächsten Projekt von «RUEDIRENNT».

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«Wiesn Gaudi» – im Bild das Original – begleitete die Sitzung mit ernstem Hintergrund: Ruedi Frehner (links) und Reto Hunziker bereiten sich auf 383 wohltätige Kilometer vor. (Hintergrundfoto: xsnowdog/Flickr/CC)

Im Hintergrund ist erstes bierseliges Mitsingen zu hören. Wir treffen uns nicht hier, weil es lauschig, sondern verkehrstechnisch praktisch ist. Ruedi aus Chur, Reto aus Wallisellen – und ich aus Basel. Ich, mittendrin. Mit Stolz. Als Teil von «RUEDIRENNT».

Als Teil der Idee mit dem Claim «Engagiert sich für sozial benachteiligte Menschen». In einer Zeit, in der Diskussionen über die Menschenwürde und das Menschenrecht Hochkonjunktur haben, besonders wichtig. Das Projekt 2016 wird an diesem Abend spruchreif. Und wem immer ich von «RUEDIRENNT» als Charity-Laufprojekt erzähle, den ziehe ich mit wenigen Worten in den Bann. Und ernte offene Bewunderung, wenn ich im Schnelldurchlauf die Historie Revue passieren lasse.

Davon, dass Ruedi 2011 im Rahmen der nationalen Radio-Aktion «Jeder Rappen zählt» auf 211 Kilometern über 44’000 Franken sammelt. Davon, dass er im Jahr drauf mit 333 Kilometern und wieder knapp 44’000 Franken nachlegt – und in jenem 2012 auf Reto trifft, der für einen guten Zweck rennenderweise dem Rhein von dessen Quelle bis zur Mündung in die Nordsee folgt. Sammelergebnis: 55’000 Franken.

Und davon, dass beide 2014 – bereits mit mir punktuell im Hintergrund wuselnd – gemeinsame Sache machen und im Rahmen von «Gemeinsam Grenzen verschieben» in neun Tagen neun Marathons laufen und ein Ergebnis von 68’000 Franken erzielen. Geld, das nicht in einen Verwaltungsapparat fliesst, sondern für klar definierte Themen wie ein Ferienlager für krebskranke Kinder oder Therapiestunden mit Hunden bei Schwerstbehinderten zielgerichtet ausgegeben wird.

211’000 Franken mit vier Laufprojekten. Dazu eine mittlerweile breite Gönnerschaft. Ein wuchtiges Ergebnis. Zahlen, die Aufsehen erregen und gehört werden. Und auch das Projekt 2016 tönt gut: «So ist es machbar aufgeteilt», sagt Reto – und zeigt auf eines der Blätter. «Machbar», heisst für die beiden im Klartext: 10 Tage, 383 Kilometer, 2600 Höhenmeter. Das letzte Teilstück am Donnerstag, 3. März 2016, führt von Vaduz nach Chur, wo Grosses geschehen wird. Die Zutaten: Noch einmal 42 Kilometer, zwei Läufer, dank medialer Präsenz hoffentlich Hunderte von Mitlaufenden – und ich. Mittendrin. Mit Stolz.

Bis dahin bleibt noch viel Arbeit. Organisatorisch, aber auch kommunikativ. Ich werde der Homepage www.ruedirennt.ch demnächst ein neues Design und neue Inhalte verpassen – und wo immer möglich vom Projekt erzählen. Davon, dass es ums Laufen geht. Aber nicht um mich. Sondern um Menschen, für die das Leben sich nicht nur von der sonnigen Seite zeigt.

Und das ist gut so. Erst recht in dieser Zeit. Fortsetzung folgt.

 

TV-Bericht über das Projekt 2014

2 Kommentare zu RUEDIRENNT: Mittendrin mit grossem Stolz

  1. Toll, dein Engagement, lieber Vloggy. Ich habe bereits von Ruedi über das neuste, verrückte Projekt gehört.
    Vielleicht sehen wir uns unter 20’000 Leuten an der Marathonmesse in München…
    Liebe Grüsse
    Gabor

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