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Kilometerfressen für das Weissbier

Es läuft alles nach Plan. Endlich wieder einmal. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Entsprechend heisst es, den Moment zu geniessen. Zwar ist der Piriformis-Muskel beim Lauftraining mal mehr, mal weniger spürbar – aber eine substanzielle Beeinträchtigung stellt er dieser Tage nicht mehr dar. Der Countdown für den München-Marathon Mitte Oktober läuft.

Krafttraining, Osteopathie, Dry Needling, Blackroll: Die Kombination der unterstützenden Elemente wirkt. Doch die wichtigste Zutat ist und bleibt … die Geduld. Und das seit nunmehr gut einem Jahr. Denn damals sind die ersten Signale spürbar, werden aber zunächst erfolgreich ignoriert.

Nachdem ich in Köln persönliche Marathon-Bestzeit gelaufen bin (Oktober 2013) und beim Zermatt-Marathon (Juli 2014) trotz meiner alles andere als dafür prädestinierten Masse (197 Zentimeter, rund 53 Gramm pro Zentimeter) zum Bergfloh mutierte, wendet sich das Blatt: Ein entzündetes Aterom, der schmerzende Gesässmuskel und ein gebrochener Zeh (perfiderweise nahtlos ineinander übergehend) werfen die Planung komplett über den Haufen.

Gelaufen wird fortan nur noch spärlich, wochenlang sogar gar nicht – mit Ausnahme (und das dafür nicht zu knapp) beim Vor-Ungeduld-die-Wände-hochgehen.

Das scheint Vergangenheit. Dieser Tage läuft es buchstäblich nach Plan. Endlich wieder einmal. In Zahlen ausgedrückt heisst das: Knapp 39 Kilometer in der vorvergangenen Woche, deren 51 in der vergangenen. Und aktuell werden es bis Sonntag zusätzliche 56 Kilometer sein. Steigerungsläufe. Intervalle. Longjogs – zuletzt durch die wunderschöne und Ferienstimmung aufkommen lassende Petite Camargue Alsacienne, begleitet von allerlei Flora und Fauna. Kilometerfressen für München, wo nach dem Zieleinlauf im Olympiastadion das Weizenbier wartet.

Den Moment geniessen. Auch mit einem mal mehr, mal weniger spürbaren Muskel. Da kann schon ein kleiner Anflug von Übermut hinzukommen. Wie beim letzten Training: 13 Kilometer mit Endbeschleunigung, steht auf dem Plan des Coaches. «13? Peanuts!», schiesst es mir für einen Moment durch den Kopf. Und so kann man punkto Streckenwahl schon mal kreativ werden …

trainingsstrecke_gellert

13-km-Trainingslauf ohne das Wohnquartier zu verlassen: Die GPS-Messung hatte angesichts der vielen Hausecken hin und wieder ein bisschen Mühe …

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
«Kilometertafel»
Nortix08/Flickr/CC

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