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Battle Rope statt Fussball und Klötzchenbauen

Sport verbindet. Auch mit Kindheitserinnerungen. Eine Zeitreise mit Schweiss. Viel Schweiss. Und nach den legendären Goldfischli taucht an diesem schwülwarmen Abend nun der Kindergarten vor dem geistigen Auge auf.

«Heute gehen wir noch raus», sagt der Personal Trainer – und schlüpft damit in die Rolle der Kindergärtnerin. Quasi. Das Seil habe er schon bereitgelegt. Seil? «Juhu, spielen», schiesst es mir durch den Kopf. Und vielleicht hat es ja irgendwo auf dem Parkplatz vor dem Fitnessstudio auch noch einen Fussball rumliegen.

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Das starke Tau trainiert die Kraftausdauer. Durch die Wellenbewegungen des Seils ist die Rückmeldung direkt – der Kreislauf kommt in Schwung, Arme und Rumpf werden intensiv trainiert. (Foto: Don Harder/CC/Flickr)

Über die Intensität beim Klötzchenbauen oder die erforderliche Koordination beim Fingerfarbenmalen gehen die 60 Minuten vorerst aber einmal mehr deutlich hinaus. Und irgendwie, denke ich mir, war zu jener Zeit – Anfang der 1970er – alles viel einfacher: Wir haben die Dinge beim Namen genannt. So, dass gleich klar war, um was es geht. Damals.

Heute wird aus dem Krafttraining ohne Maschinen ganz schnell mal ein funktionelles Workout oder Functional Fitness und das Aneinanderreihen mehrerer Übungen zum Metabolic Conditioning. Denn die Kombination aus Kraft und Ausdauer ist nämlich gesund. Heute. Doch wussten wir das nicht schon damals? In diesem Moment piepst die Stoppuhr des Personal Trainers – die letzte Intervallrunde ist durch.

Noch ein paar Übungen für Kraft, Gleichgewicht und Rumpfstabilität, sagt er. Draussen. «Juhu, endlich!» Seilziehen zu zweit? Fehlanzeige. Und auch kein Fussball weit und breit. Die Losung heisst Battle Rope – oder auf einen einfachen Nenner gebracht: Leidensfaktor hoch, Spassfaktor noch höher!

Eine Viertelstunde später huscht über das verschwitzte Gesicht ein zufriedenes Lächeln. Draussen ist eben toll. Wie im Kindergarten. Damals.

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