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Weihnächtliches Muskel- und Kopftrauma von A bis Z

Schon mal überlegt, wie sich Griechenlands Fussballer Mitte November nach der 0:1-Heimniederlage gegen die Färöer-Inseln gefühlt haben? Oder vielleicht auch dieser Balltreter hier?

Peinliche Moment in der Welt des Sports? Pffft! Ich durchleide gerade einen solchen.

Klar. Ich könnte an dieser Stelle berichten, dass das auf Grund des Piriformis-Syndroms angesetzte Alternativtraining Mikrotraumata in den Z-Scheiben des Muskelgewebes verursacht hat. Und sich auf Grund dieser Risse Ödeme gebildet haben.

Tönt aber affig – und mit ein bisschen Googeln kommt mir jede(r) Nichtmediziner(in) umgehend auf die Schliche: Muskelkater, einen simplen Muskelkater habe ich. Linke Wade stark, rechte Wade «wie Sau». Ausgerechnet Muskelkater. Und ausgerechnet von sowas: Nach diversen Übungen zur Verbesserung von Rumpf- und Beckenstabilität ging es am zweiten Weihnachtstag nämlich noch auf den Crosstrainer. Ja-haa, Crosstrainer! Diese Mischung aus gefühltem Olivia-Newton-John-Aerobic-Szene-Überbleibsel und Ach-nö-bei-diesem-Wetter-geh-ich-nicht-raus-Relikt für selbsternannte Power-Walkende.

Schläge auf den Piriformis vermeiden, redete der Physiotherapeut am Heiligen Abend (genau genommen natürlich am Heiligen Mittag, denn heiligabends waren die Fitnessschotten wegen sagenumwobener Niederkunft dicht) ins Gewissen: «Verbieten kann ich Lauftraining natürlich nicht, aber Crosstrainer wäre für den Moment gescheiter.»

Na gut. Kann mich arrangieren, hat ja auch durchaus technischen Schnickschnack zu bieten, das Teil. Radio und TV inklusive. Ein bisschen am Display herumgedrückt. «Quick Start» – und als grafische Visualisierung der absolvierten Distanz die 400-Meter-Laufbahn gewählt. 21 Minuten später sind 3,2 Kilometer geschafft. Patschnass. Wie ein selbsternannter Power-Walker. Und tagsdarauf die schockierte Frage meiner crosstrainererfahrenen Angeehelichten: «Wie, Du hast die Fersen nicht auf dem Gerät gelassen und bist quasi mitgetrabt? Dann musst Du Dich über die Klumpen in den Waden nicht wundern …»

Ich wusste es: ein Teufelsgerät. Das schweisstreibende Intermezzo fühlt sich jedenfalls an, als hätte ich keine Mikro-, sondern regelrechte Makrotraumata. Und keinesfalls nur in der Z-Scheibe des Muskelgewebes, nein, in allen Scheiben: von A bis Z. Mindestens!

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
Waldweg (Thomas Kohler/Flickr/CC), Crosstrainer (Life Fitness)

2 Kommentare zu Weihnächtliches Muskel- und Kopftrauma von A bis Z

  1. Hallo Vloggy,
    da fällt mir spontan ein „man gönnt sich ja sonst nichts…“ aber als ambitionierter Läufer will man ja in Form bleiben. Ich hoffe, inzwischen ist der Muskelkater verdaut…? Und wird der Crosstrainer Dein Freund? Ich mag das eher nicht so, empfinde es irgendwie künstlich.
    Liebe Grüße und guten Start ins neue Jahr!
    Elke

    • Sali Elke

      Nein, Freunde werden wir definitiv nicht. Mal schauen: Sobald der Muskelkater 100%ig abgeklungen ist, werde ich mich wohl morgen oder Silvester nochmals auf das Teil wagen.

      Und insgeheim hoffe ich natürlich, dass sich auch der Birnenmuskel im Gesäss dahingehend beruhigt, dass ich am kommenden Sonntag (zumindest ganz kurz) mal wieder die Laufschuhe schnüren kann. Die Entzugserscheinungen sind längst da …

      Liebe Gruess und ebenfalls einen guten Rutsch!

      Vloggy

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