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Stadtlauf-Rekord: Basler Heimspiel in einer neuen Zone

Worte bleiben haften. Tage. Wochen. Monate. In den vergangenen beiden Laufsaisons: Körner. Seit vergangenem Dienstag: Komfortzone. «Da müssen wir Dich rausbringen», sagte der Coach aka Ruedi Frehner bei unserem Treffen, stach in seinen Wurst-Käse-Salat der Brasserie Federal im Zürcher Hauptbahnhof. Und lächelte. Zwei letzte Wettkämpfe, der Basler Stadtlauf und der Gippinger Stauseelauf, sollen in diesem stark begonnenen (Stichwort Zermatt-Marathon), hintenraus aber grützbeutelisierten und deshalb doch etwas verkorksten 2014 (Stichwort München-Marathon) Aufschluss darüber bringen, wo für 2015 in der Trainingsplanung die Messlatte – neudeutsch: das Benchmarking – angesetzt wird.

Komfortzone. Das Wort haftet. «Auch für uns in der Clubleitung ist es wichtig, nicht in der Komfortzone hängen zu bleiben», lese ich in der «Schweiz am Sonntag» im Interview mit Georg Heitz, Sportdirektor des FC Basel. Just heute, am Tag nach dem Basler Stadtlauf.

Ein Heimspiel – mit überraschendem Ausgang: 27:16,6 Minuten benötige ich für die 5,5 Kilometer lange Strecke. Das entspricht einem Schnitt von 4:57 Minuten pro Kilometer. Rekord! Fast aus dem Nichts – und dank der grossartigen Unterstützung von Reto Hunziker, der meinen persönlichen Pacemaker markiert. Mich motiviert. Mich treibt. Mich aus der Komfortzone holt.

Basler Stadtlauf 2014

Beste Stimmung bereits vor dem Startschuss auf dem Münsterplatz (v.l.n.r.): Reto Hunziker, Jacqueline Hunziker, Vloggy Strohm, Maggie Schmid, Mändu Schmid, Isa Wyss und Thomas Haberthür. (Foto: unbekannter Läufer)

Besonders dort, wo die Strecke zum zweiten Mal über die Wettsteinbrücke vom Klein- ins Grossbasel führt. Das sind heimtückische Höhenmeter – und Bergläufer hin oder her: Nur kurz atme ich unregelmässig. Seitenstechen. «Super, siehst Du aus», ruft Reto in diesem Moment. «Nur noch 30 Meter bis zum Ende der Steigung.»

Nie und nimmer, denk ich mir, ein plumper Motivationsversuch. Doch ich bequeme mich aus der Komfortzone, ziehe noch einmal an – durch den St. Alban-Graben zum Bankverein, hinein in die Freie Strasse. «Nur noch bergab, jetzt einfach laufen lassen», höre ich Reto etwa fünf Meter vor mir. «Ha, die Strasse ist lang, sehr lang», geht es mir durch den Kopf. Und von «einfach» kann zu diesem Zeitpunkt ohnehin keine Rede mehr sein.

Der Rest ist Geschichte. Ein breites Lachen fährt über mein Gesicht, abklatschen, ein sehr herzlicher und vor allem äusserst dankbarer Händedruck. Auf einen Trikottausch nach fussballerischem Vorbild verzichten wir bei dieser zürcherisch-baslerischen Co-Produktion aus olfaktorischen Gründen.

Irgendwie macht das Leben grad sehr grossen Spass. Auch ausserhalb dieser ominösen Komfortzone.

Ein ganz herzlicher Dank geht auch an Thomas Haberthür und Mändu Schmid (ebenfalls erfolgreiche Stadtlauf-2014-Absolventen) sowie Jacqueline Hunziker, Maggie Schmid und meine geliebte Angeehelichte Isa Wyss (alle Coaching), die zu einem tollen Abend mit gemütlichem Rahmenprogramm beigetragen haben.

2 Kommentare zu Stadtlauf-Rekord: Basler Heimspiel in einer neuen Zone

  1. Hoi Vloggy,
    ganz herzliche Glückwünsche zu der prima Zeit! Da verlässt man doch gern mal die Komfortzone, man kann ja bald danach wieder dorthin zurückkehren… 😉
    Das Video lässt einen sehr stimmungsvollen Lauf erahnen, vielleicht klappt es für mich auch mal irgendwann;-)
    Gute Erholung und liebe Grüße
    Elke

    • Sali Elke

      Danke Dir. Ja, es lief wirklich eher überraschend rund. Heute Sonntag verspüre ich allerdings die Nachwehen – die ich seit Freitag aber auch mit Osteopathie angehe (Schmerzen im Gesässmuskelbereich).

      Der Stadtlauf ist vom Ambiente her lauschig, die Stimmung aber leider etwas dürftig – gerade verglichen mit einigen deutschen Läufen oder dem GP Bern. Aber quasi fast vor der Haustüre laufen zu können, war natürlich genial.

      Liebe Gruess und einen guten Wochenstart

      Vloggy

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