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Trainingspause: Ein «Jöö» für primitive Zellen

Als ob Läuferblogs für die Umwelt nicht schon gleichermassen nervig und langweilig genug wären, sind dort in schöner Regelmässigkeit Berichte darüber zu finden, dass irgend so ein für die monumentale Sportgeschichte völlig unbedeutender Laufschuh-Fetischist auf Grund irgendeines Wehwehchens grad ausser Gefecht gesetzt ist. Und dann in den Kommentarfeldern alle so: «Jöö, bist ein Armer!» Oder: «Gute Genesung, Küsschen!» Und mehrmals: «Ich leide mit, Umarmung!»

Ein solcher Blogbeitrag käme mir an dieser Stelle deshalb nicht in den Sinn. Nicht im Entferntesten.

Falsch!

Ein solcher Blogbeitrag wäre mir bis heute nicht im Entferntesten in den Sinn gekommen. Zwar hat mich das Schicksal «Ausser Betrieb» nun ereilt, der Grund dafür ist aber alles andere als sporttypisch: Zerrung? Zwicken in der Leiste? Überbelastung? Pustekuchen! Nichts von alledem! Doch die fachmedizinische Erklärung tönt so genial, dass ich mich nicht schämen brauche, ja, ich mit Aussicht auf nicht einfach dahingeschwatztes, sondern ehrlich empfundenes Mitleid förmlich in die Tasten greifen muss: Primitive pluripotente mesenchymale Zellen, die sich normalerweise in Adipozyten differenzieren, haben sich bei mir abnormal entwickelt und eine gutartige Neoplasie, eine lokale Hyperplasie oder eine Kombination von beidem gebildet. Bei letzterer Einordnung soll sich die Medizin dem Vernehmen nach noch nicht einig sein. Sagt das Internet.

Höre ich ein erstes «Jöö, bist ein Armer»?

Fakt ist: Ein Lipom, das ich bereits seit Jahren in der Bauchgegend mit mir herumschleppe, hat sich vor ein paar Tagen entzündet (was möglicherweise auch der Grund für die vergleichsweise schlappen Trainings vergangenen Sonntag und vorgestern Dienstag ist). Die Mitbringsel vom heutigen Arztbesuch: Ponstan sowie Antibiotika in Tabletten- und Salbenform – und eine Trainingspause bis kommenden Dienstag. Für den Greifenseelauf (Halbmarathon) vom 20. September, bei dem nebst meinem Coach Ruedi Frehner mit Reto Hunziker übrigens auch der zweite Protagonist des RUEDIRENNT-Projekts 2014 an den Start gehen wird, werden die Brötchen folglich etwas kleiner gebacken (Ziel: regelmässiges Tempo als Basis für den Marathon in gut vier Wochen).

Und Schluss mit pluripotenten Mesenchymen: Ende September werden die oben erwähnten primitiven Zellen nämlich rausgeschnippelt. Ein Gemetzel mit anschliessender Näharbeit (natürlich nicht als Selfie), das die Tapering-Phase im Hinblick auf den München-Marathon vom 12. Oktober einläuten wird.

So. Jetzt aber: «Jöö!»

invernodreaming/CC/Flickr

Ausser Gefecht: Entzündungen und Langstreckentraining vertragen sich in aller Regel nicht gut – man fühlt sich irgendwie platt … (Foto: InvernoDreaming/CC/Flickr)

Quelle Beitragsbild («Ausser Betrieb»): hmomoy/CC/Flickr

2 Kommentare zu Trainingspause: Ein «Jöö» für primitive Zellen

  1. Hallo Vloggy Meine Empfehlung: Versuch doch wirklich einen Termin bei Beatrice Stirnimann in Binningen. Die bewirkt Wunder! http://www.beastirnimann.ch Lieben Gruss aus Namibia Reto

    Reto Jakob Peter Rot-Str. 24 CH-4058 Basel

    >

    • Sali Reto

      Werde Deinen Tipp in Sachen Rückenprobleme befolgen. Die Praxis von Beatrice Stirnimann würde auch punkto neuen Arbeitsort (ab Oktober) nicht unpraktisch liegen.

      In diesem Fall hier geht es ja aber vorerst um etwas Handfest-Chirurgisches, das wir einfach wieder in den Griff bekommen.

      Liebe Gruess, Vloggy

1 Trackback / Pingback

  1. Comeback mit allerlei Klebmasse | strohmRUN

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