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SpongeBob und ein böser Verdacht

Zwei prächtige Zermatt-Ferienwochen mit grösstenteils noch prächtigerem Wetter vor dem allerprächtigsten Berg aller Berge sind vorbei. Höchste Zeit für den Endspurt: In weniger als zwei Wochen fällt der Startschuss zum Comeback am Greifenseelauf (letztmals 2005) – und bereits in fünf Wochen steht die dritte Teilnahme am München-Marathon (nach 2006 und 2009) auf dem Programm.

Ein Endspurt, der am heutigen Sonntag einen Dämpfer erleidet: Aus der angedachten Halbmarathon-Distanz werden letztlich «nur» knapp 19 Kilometer, ab Kilometer 5 oder 6 melden sich die – regelmässige Blogleserinnen und -leser schätzen die medizinisch-bildende Lektüre auf diesen Seiten – Schmerzen in der Glutealregion zurück und (als ob dies nicht schon genug Ungemach in wunderschönem Gelände entlang der Aare zwischen Brugg und Schinznach bedeutet) die Beine sind nach 16 Kilometern merkwürdig schlapp. Nach dem Lauf ein leichtes Brennen im linken Knöchel, dazu das Klemmen im rechten Fudimuskel? Diagnose: diagonales Trainingsmassaker.

Oder bei genauerer Betrachtung ein böser Verdacht: Ist der Cloudsurfer von On «emänd» für Läufer, die … sagen wir mal … etwas über Idealgewicht unterwegs sind, auf lange Distanzen doch nicht das Gelbe vom Ei? «Steigere Deine Leistung in Training und Wettkampf», verspricht zwar die Werbung. Bei mir kommt der Schuh vorerst jedenfalls nur noch für kurze Intervallstrecken an die Füsse.

Also auch nicht am Greifenseelauf, an dem ich den Luxus geniessen werde, mit meinem Coach Ruedi Frehner einen persönlichen Pacemaker an der Seite (bei Nichtbefolgen der Vorgaben eventuell auch mal hinter mir …) zu haben. Frei nach dem Motto: «Sag mir Deine Zeitvorstellung und ich bringe Dich damit ins Ziel.» Nach dem heutigen Tag hat diese Vorgabe eine klare Tendenz: kein (Halbmarathon-)Rekordlauf, sondern eine regelmässige Basis für München legen, wo die 4:23 Stunden aus dem vergangenen Herbst geknackt werden sollen.

Die offiziellen Pacemaker werden wie gewohnt mit Ballonen gekennzeichnet sein, auf denen die anvisierte Laufzeit geschrieben steht. In dem mir zugeteilten Block: 1:50, 1:52, 1:55 Stunden. Falls ich auch meinen privaten Pacemaker mit einem Flugobjekt ausstatten sollte, nehme ich eins, das keinen Platz für Beschriftungen lässt – so bleibe ich unterwegs punkto Zielvorgabe flexibel. Es reicht ja vollauf, wenn SpongeBob und Ruedi auch nach 21,1 Kilometern in Uster noch zufrieden um die Wette strahlen.

SpongeBob-Luftballon

Bei Langstreckenläufen führen Pacemaker jeweils Ballone mit sich, welche die einzelnen anvisierten Zielzeiten markieren. Ganz so farbenfroh sind die gewählten Modelle dann aber doch nicht. (Foto: Rudi Heim/CC/Flickr)

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