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Trailrunning: Launige Tipps gegen peinliche Fehltritte

Gastartikel von Michael Helbling

Es wäre ja gelacht, wenn beim Trailrunning immer alles klappen würde wie am Schnürchen. Immerhin bewegen wir uns draussen in der Natur und nicht in einem Labor. Und überhaupt: Jeder Körper hat eben auch so seine Mätzchen … deshalb gibt’s hier mal eine Rangliste mit den Top Five der Missgeschicke auf dem Trail – ohne Anspruch auf Vollständigkeit notabene!

Trailrun Schuhe

Faszination Trailrunning: Der Genussfaktor ist nicht automatisch hoch. (Foto: Gore-Tex/CC/Flickr)

Schlecht geschnürt ist gut gefallen

Man denkt sich nichts Böses, schnürt sich die Schuhe und ab geht’s auf den Trail – nichts leichter als das. Aber auch nichts leichter als so aufs Maul gefallen, denn wer seine heissgeliebten Stollentreter schnürt wie eine lausige Finanzkommission ihr Sparpaket, wird spätestens nach einer Stunde den Preis dafür bezahlen: Nachschnüren oder eben aufs Maul fallen. Tut nicht nur weh, sondern sieht einfach auch selten gut aus.

Deshalb: Es muss kein gordischer Knoten sein, aber doppelt geschnürt hält wirklich besser. Und nur so am Rande: Wer schon fünf oder sechs Stunden und zwei- bis dreitausend Höhenmeter in den Beinen hat, der hat nun wirklich KEINE Lust, sich auf dem letzten Kilometer vor dem Ziel nochmals zu bücken, um sich die Schuhe zu schnüren. Und sich am Ende noch von der Konkurrenz überholen zu lassen. Arrrgh!

Alles im Fluss – oder:
Für einmal wär heisse Luft völlig ok gewesen

In der Chemie nennt man das Sublimation: Der Übergang von einem Aggregatszustand in den übernächsten – von fest zu gasförmig. Ausdauersportler kennen und schätzen das: Im Magen wartet das feste Frühstück darauf, wie von Zauberhand in würzige Gase verwandelt zu werden.

Und dann das: Was eben noch fest war und nun gasförmig werden sollte, wird flüssig … und ja, manchmal brechen Dämme einfach, und dann ist alles irgendwie im Fluss. Pfui, rette sich wer kann!

Der Feuerteufel in den Fingern

Eine feine Sache sind Wärmesalben: Vor dem Wettkampf aufgeschmiert und einmassiert geben sie dir das Gefühl, schon voll auf Betriebstemperatur zu sein. Gerade wenns am Morgen früh noch frisch ist, machen derlei Salben Freude und sorgen für geschmeidige Muskeln.

Könner haben den Dreh raus und tragen das Wundermittel GANZ ZUM SCHLUSS des Vorbereitungsprozederes auf. Noch-nicht-Könner tuns am Anfang und vergiessen danach zweimal heisse Tränen: einmal beim Einsetzen der Kontaktlinsen und ein zweites Mal beim letzten Pipi vor dem Start. Füürio!

Der Wind, der Wind … das hinterlistige Kind

Wenn du denkst, der Wind sei nur ein lumpiger «Son of a bitch», wenn er dir mit vierundzwanzig Knoten entgegenbläst, dann hast du erst seine nette Seite kennengelernt. Denn der Wind, der Wind, das hinterlistige Kind, kann auch ganz anders. Zum Beispiel, wenn du dich von den gasförmigen Abbauprodukten des letzten Energieriegels trennen möchtest und dich der eigene Furz im steilsten Aufstieg überholt und dir den letzten Rest Atemluft raubt. So ein Stinkstiefel!

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Du hast Schiss davor, dass dir der Wolf über den Trail läuft? Nachdem Meister Isegrim nun schon den Weg nach Schlieren gefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit, ihm in den Bergen zu begegnen, auch nicht mehr so gering wie noch vor ein paar Jahren. Aber mach dir keinen Kopf über den pelzigen Gesellen: So ein drahtiger Bergläufer lockt noch keine Wolf hinter dem Ofen hervor. Viel eher solltest du dir Sorgen um den Wolf machen, der früher oder später zwischen deinen Beinen mitläuft – dieser lässt sich nicht so leicht abschütteln.

Drum: Leg alle Hemmungen ab und nimm die Vaseline zur Hand. An den neuralgischen Stellen aufgetragen wirkt diese Wunder, sorgt für feine Innenschenkel und einen geschmeidigen Füdlischlitz.

Dieser Artikel erschien zunächst unter dem Titel «Miss- und andere Geschicke» auf dem «Blog zum Arosa Trailrun».

Michael Helbling / TrailmichiMichael Helbling (39) alias «Trailmichi» ist Trailrunner und Bergfex, Biketoworker und Commuter, Weinliebhaber und Geniesser, Vollzeitbürogummi und Teilzeitmodel, Wahlwinterthurer und Heimwehschaffhauser.

 

 

 

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