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Win-Win-Sponsorenlauf – oder: Mistsäcke und gute Zwecke

In zwei Wochen ist es soweit: Dann starten am 30. Mai, am Freitag nach Auffahrt, in der Churer Altstadt rund 20 Läuferinnen und Läufer zum RUEDIRENNT-Sponsorenlauf – darunter auch ich. Das Interesse in meinem Umfeld ist gross, die Summe der bisherigen Spendenzusagen kann sich durchaus sehen lassen. Dafür schon jetzt ganz herzlichen Dank!

Immer wieder wurde ich in den vergangenen Tagen und Wochen auf das Thema angesprochen und mit verschiedenen Fragen konfrontiert. Das hat mich nach reiflicher Überlegung und sorgfältigem Abwägen spontan auf die Idee gebracht, zum ersten Mal «Frequently Asked Questions», viel besser bekannt als FAQ, in meinem Blog zu publizieren. Und los geht’s!

  1. Um was geht es bei diesem Sponsorenlauf?
    Unterstützt wird das Projekt 2014 von RUEDIRENNT namens «Gemeinsam Grenzen verschieben». Kurz und bündig: Ruedi Frehner und Reto Hunziker rennen vom 9. bis 17. August 2014 an neun Tagen neun Marathons auf einer Strecke, die 379,8 Kilometer misst und im Massstab 1:5 der Schweizer Grenze entspricht. Start und Ziel ist in Zürich. Im Vorfeld und während des Laufs wird gesammelt.
  2. Wofür?
    Für Ärzte ohne Grenzen, für die Krebsligen Zürich und Graubünden, für Therapeion in Zizers – ein Heim für schwerstbehinderte Kinder, die eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen. In allen Fällen sollen konkrete Sachen finanziert werden – beispielsweise ein Skilager oder ein Therapiehund.
  3. Wieviel des Spendengeldes erhalten diese Einrichtungen?
    100 Prozent. Bei RUEDIRENNT gibt es keine Administration. Auch die Planungs-, Vorbereitungs- und Durchführungskosten für das Projekt «Gemeinsam Grenzen verschieben» finanzieren alle Beteiligten aus dem eigenen Portemonnaie und verwenden dafür kein Spendengeld.
  4. Neun Marathons in neun Tagen – sind das nicht Spinner?
    Auf jeden Fall, aber im positiven Sinn: Bereits in den Jahren 2011 und 2012 haben Ruedi Frehner und Reto Hunziker in drei voneinander unabhängigen sozialen Laufprojekten rund 150’000 Franken gesammelt. Châpeau!
  5. Wie kann man die Sache am Einfachsten unterstützen?
    Indem man mich am 30. Mai mit Aussicht auf einen Geldbetrag durch die älteste Schweizer Stadt jagt – entweder in Form einer fixen Summe oder eines Rundenbeitrags.
  6. Was bedeutet Rundenbeitrag?
    Die Strecke durch die Churer Altstadt misst zirka 400 Meter, die Sponsorenläuferinnen und -läufer sind während 20 Minuten auf diesem Rundkurs unterwegs. Einfache Faustregel: Je mehr Runden, desto mehr Geld für das Projekt. Auf Basis des aktuellen Fitnessstandes und meiner konsequent mittelmässigen Spritzigkeit rechne ich mit mindestens 10, eventuell 11 Runden – mit Rückenwind vielleicht… ah, wem das zu riskant ist, der nennt einen Fixbetrag.
  7. Wie läuft der Sponsorenlauf konkret ab?
    Der Festbetrieb vor der UBS Chur am 30. Mai startet um 17.30 Uhr. Um 18.45 Uhr werden die Läuferinnen und Läufer durch RUEDIRENNT vorgestellt und um 19 Uhr durch den Churer Stadtpräsidenten Urs Marti auf die Strecke geschickt. Anschliessend ist bis zirka 21 Uhr gemütliches Beisammensein angesagt.
  8. Überzeugt! Wie kann eine Spende angemeldet werden?
    Ohne grosse Formalitäten: Einfach ein Mail mit allen Eckdaten an mich schicken, und dabei insbesondere die Privatadresse nicht vergessen.
  9. Weshalb?
    Weil nach dem Lauf alle von RUEDIRENNT eine entsprechende Abrechnung mit Einzahlungsschein respektive Kontoinformationen zugeschickt erhalten. Jener Brief kann dann so ganz nebenbei auch als Spendenquittung der nächsten Steuererklärung beigelegt werden…
  10. Und wo bleibt jetzt die im Titel versprochene Win-Win-Situation?
    Es war zumindest nur ein Teil der ganzen Wahrheit, als die Basler Regierung am 18. März das Projekt für ein unterirdisches Abfallentsorgungssystem vorstellte – und dabei in Medienauftritten so tat, als ob man diese Idee als erste Schweizer Stadt flächendeckend umsetzen würde. Was so eben nicht stimmt: «Der Churer Gemeinderat hatte 2008 entschieden, dass bei der Kehricht-Abfuhr vom Hol- auf ein Bringprinzip umgestellt und die unterirdischen Abfallcontainer flächendeckend installiert werden sollen», berichtete Schweizer Radio DRS unter dem Titel «Chur ist Basel punkto Abfall weit voraus». Bis zu 100 Meter werden Herr und Frau Basler dereinst als Gang bis zum Entsorgungsloch zugemutet, die Diskussion entbrannte sofort. In der Bündner Hauptstadt sind schon über 300 sogenannte «Moloks» in Betrieb. So kombiniert sich das Geldsammeln für gute Zwecke auch mit einer Art «Schuelreisli»: Beim RUEDIRENNT-Sponsorenlauf geniesse ich Anschauungsunterricht und lerne, wie die Basler Abfallunterwelt in fünf oder zehn Jahren aussehen wird… 

Chur Merian 1642

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