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«Arosa Snow Run in da house!»

Wettkampfmässiger Saisonauftakt: Schnee, prächtiges Wetter, tolle Stimmung, gute Laufzeit. Und trotzdem läuft mit einer Rutschpartie der besonderen Art nicht ganz alles nach Plan…

Zehn Jahre ist er bereits alt, der «Swiss Snow Walk & Run», der jeweils Anfang Jahr in Arosa über die Bühne geht – und dennoch ist die gestrige Jubiläums-Austragung 2014 bei strahlendem Sonnenschein und vor dem Start frühlingshaften Temperaturen für mich gleichzeitig auch Premiere. Der Grund ist simpel: Noch nie in einem Januar fühlte ich mich läuferisch derart gut wie heuer, um am Berg und auf Schnee die Laufsaison wettkampfmässig zu eröffnen. Gebucht ist die Strecke über 12 Kilometer mit 320 Höhenmetern, was in den Bündner Bergen bereits mit dem Label «Long Distance Run» versehen wird. Möglich gewesen wäre auch die Halbmarathon-Distanz, doch der Coach hob vor der Anmeldung den Zeigefinger und sprach: «Körner!»

Etwa eine halbe Stunde nach dem Startschuss bin ich ihm ein erstes Mal sowas von dankbar, denn der Aufstieg zur Tschuggehütte hat es in sich: Zwar finde ich den Berg(l)auf-Rhythmus rasch, gleite auf dem durch die Plusgrade sulzigen und teilweise «tiefen» Schnee aber immer wieder etwas zurück. Das raubt Kraft – und lässt die Erkenntnis reifen, dass es bis zur Realisierung des «Projekts Horu» in knapp sechs Monaten buchstäblich noch ein langer Weg ist.

Übers Ziel geschossen wird nicht: In Arosa bleiben sehr viele Körner im Speicher, denn an einzelnen steileren Stellen wird seifiges Traben durch effizientes Marschieren ersetzt – und die weitere Strecke über die Mittelstation der Luftseilbahn Arosa-Weisshorn, hinunter zum Hof Maran und weiter über den so genannten Eichhörnliweg gerät zum regelrechten Genusslauf.

Arosa Obersee
Zuerst wird am «Swiss Snow Run» eine Runde auf dem Aroser Obersee gelaufen, der das Gewicht der Läufer trägt – und auch tagsdarauf noch mit einer kompakten Eisdecke aufwartet.

Dass am Schluss mit 1:18.39 Stunden – einer Pace von 6:33 Min./km entsprechend – eine zufriedenstellende Zeit in der Rangliste auftaucht, ist keine Selbstverständlichkeit: Als die Strecke oberhalb des Hof Maran ein erstes Mal steil bergab geht, die Schritte massiv länger und als Folge der hohen Geschwindigkeit die Schläge auf den Körper grösser werden, kommt es nämlich zur überraschenden Rutschpartie! Doch nicht etwa ich selbst gleite auf einer der vielen kleinen Eisschollen aus, sondern die Laufhose macht sich derart selbstständig, dass sie gefühlt (natürlich nicht in echt…) immer wieder in bester Hip-Hopper-Manier – «Yo!» – zwischen den Beinen hängt. Bis ins Ziel werde ich den Hosenbund schliesslich – «Ey!» – nicht weniger als vier Mal festgezurrt haben: «Was geht, Alter?» – ein Rhythmusbrecher sondergleichen.

«Chill Dein Leben», denk ich mir – und es wird in der Tat der einzige Aufreger des Tages bleiben: Der Anlass ist schlicht hervorragend organisiert (und könnte für mich durchaus zu einem jährlichen Programm-Fixpunkt werden), die doppelwandige Thermoskanne zudem etwas vom Sinnvollsten, was je von einem Laufveranstalter in der Rubrik Finisher-Geschenk überreicht worden ist (Sponsor Rhätische Bahn und Jubiläum sei Dank), der nachmittägliche Auftritt des Chaostheaters Oropax in der Festhalle vermag zu unterhalten (wenngleich die Show jetzt nicht der grosse Wurf ist, die haben definitiv Besseres im Repertoire) – und auch Ruedi Frehner aka «der Coach» kann (zusammen mit seinem Projektpartner Reto Hunziker) an einem kleinen, aber feinen Stand interessante Kontakte für das «Projekt 2014» von RUEDIRENNT knüpfen.

Mit anderen Worten: «Alles in da house – yeah!»

– – – – –

Der deutsche Läufer Gerhard Kromer hat im Vorjahr am «Swiss Snow Walk & Run» einen Film mit tollen Bildern und «launigem» Kommentar gedreht:

2 Kommentare zu «Arosa Snow Run in da house!»

  1. Lauftreff beider Basel // 12. Januar 2014 um 7:00 pm // Antwort

    Wow! Da wird einem nicht langweilig. Toll!
    Liebe Grüsse
    Gabor

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