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Basler Stadtlauf: Huiuiui – Mathematik einer neuen Dimension

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar, kurz, der Fritz von Thurn und Taxis ist österreichischer Sportmoderator, der einst im Bayerischen Fernsehen (nun seit einem Jahrzehnt beim Pay-TV-Sender Sky) bei Eishockey- und Fussball-Übertragungen den Spruch «Hui, das ist ja ein Ding» geprägt hat – gerne auch mal in der superdramatischen Variante als «Huiuiui». Der heute 63-jährige Linzer hat viele Fans – nicht zuletzt auch auf Kanälen wie Facebook oder Twitter.

Und wie hätte der Fritze wohl den gestrigen Abend kommentiert? Richtig:

«Ich bin es meinem Heimpublikum schuldig», hatte ich vor rund einer Woche auf Facebook meine Startnummer für den Basler Stadtlauf 2013 gepostet – und mit diesem tiefenpsychologischen Schachzug gleich ein wenig Druck aufgebaut. Bevor ich, zwei Tage später, an dieser Stelle gleich wieder cool auf Understatement (nicht zu verwechseln mit Panik) machte: «Ob es für meinen Rekord aus dem Jahr 2005 (28:09,5 Minuten) reicht, weiss ich nicht», stand da geschrieben. «48 Tage, um aus zäh spritzig zu machen. Dazu bräuchte es vielleicht auch ein kleines Wunder.»

Das Resultat: Ein Wunder, ein Wunder – um die genialste Wiedervereinigung aller Zeiten (Monty Python, nicht Deutschland oder Black Sabbath…) zu zitieren. Die offizielle Laufzeit: 27:29,7 Minuten – den alten Rekord damit um satte 48,8 Sekunden unterboten. Was eigentlich schon Grund zur Freude genug wäre. Doch die wundersame Mathematik von Datasport behauptet steif (schwarz) und (auf) fest (weiss), dass diese Zeit, verrechnet mit der Distanz von fünftausendfünfhundert Metern, einem Kilometerschitt von 4:59 Minuten entsprechen soll.

Basler Stadtlauf 2013

Welcher Logik auch immer das folgt: Ein Dank dem Computer der offiziellen Zeitmessung für die nette Abrundung. Damit gelingt unverhofft der Vorstoss in eine neue Dimension. Denn so oder so: Auch mit rundungsunfreundlichster Berechnung liege ich mit drei Zehntelssekunden unter einem 5er-Schnitt. Und das hat es über einen ganzen Lauf gesehen in meiner bisherigen Karriere noch nie gegeben.

Weiter geht es nun in genau zwei Wochen mit dem Zürcher Silvesterlauf: Zehntausend Meter sind zu bewältigen, in einem Anflug von grenzenloser Euphorie habe ich mich bereits vor Wochen für die Kategorie «Premium» angemeldet. Die Vorgabe: 45 bis 54 Minuten. Huiuiui, das ist ein Ding! Dazu bräuchte es vielleicht ein kleines Wunder…

Basler Stadtlauf 2013

Vloggy Strohm, Ruedi Frehner und e Drämmli (v.l.n.r.) auf dem Marktplatz – unmittelbar nach Zieleinlauf des Basler Stadtlaufs 2013. (Bild: Isa Wyss)

Vloggy Strohm, Ruedi Frehner und e Drämmli (v.l.n.r.) auf dem Marktplatz – unmittelbar nach Zieleinlauf des Basler Stadtlaufs 2013. (Bild: Isa Wyss)

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  1. Zürcher Murmeltiere und Bananenschalen | strohmRUN

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