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Ein August im November – und andere Wunder

Es gibt bestimmt diejenigen Ungeduldigen und Geschenk-Fetischisten, die die Tage bis Weihnachten so zählen, als ob es sich um den Morgestraich handelt. Ich kann das nicht verstehen. Weder. Noch. Weder, weil ich Atheist bin (so, jetzt ist es raus) – noch, weil es (und das gilt für das «Weder» ebenso) mit der Zeit irgendwie abstumpft.

Und doch: Es haben – ich gebe es ja zu – das «Weder» und das «Noch» durchaus ihren Reiz. Und Parallelen: Bei beiden Anlässen gibt es im Dunkeln das Funkeln vieler Lichter. So auch am kommenden Samstag wieder. Denn Weihnachten (oder die allgegenwärtige Vorfreude) lässt sich nämlich sehr einfach an einigen klassischen Merkmalen dingfest machen:

Weihnachten kommt, wenn …

  • … im Coop die 1.-August-Weggli den ersten Brunsli-Guggen weichen müssen.
  • … ich heimlich auf «vTuner» kontrolliere, ob die Internet-Radiosender «Santa’s Rock Radio» oder «Swingin‘ X-Mas Tunes» aus dem vergangenen Jahr noch unter den Favoriten gespeichert sind.
  • … der Nachbar seine beiden Rentiere auf der Terrasse nicht nur install–, sondern auch illuminiert (für meine Facebook-Freunde ein Klassiker!).
  • … der Basler Stadtpräsident aka Grüssaugust Guy Morin am Donnerstag vor dem 1. Advent auf den Marktplatz trommelt (nein, nicht Morgestraich, «trommelt» im übertragenen Sinn natürlich – wobei er das nach Wegfall des Trommelverbots vom 10. Januar 1852 vor zwei Jahren ja nun sogar ohne Bewilligung öffentlich dürfte) – aber ich schweife vom Thema ab –, wenn der Guy also spricht, die Trompetenblaser blasen und auf wundersame Weise (ich gehe als Atheist mal von nichts Übersinnlichem, sondern viel eher von einer elektrischen Installation durch die Industriellen Werke Basel, bref IWB, aus) die Weihnachtsbeleuchtung in der ganzen Stadt angeht.
  • …  zwei Tage nach dieser grüssaugustlichen Illumination einmal mehr der Basler Stadtlauf stattfindet.

Basler Stadtlauf 2013

Und diese Weihnachtsbeleuchtung in der Freien Strasse, die es zur Verzierung auch auf die Startnummer schafft, kann Läufer motivieren. Ich gebe es zu: auch Atheisten. Ob es für meinen Rekord aus dem Jahr 2005 (28:09,5 Minuten) reicht, weiss ich nicht. Seit dem sehr erfolgreichen Abstecher nach Köln werden dann erst 48 Tage vergangen sein. 48 Tage, um aus zäh spritzig zu machen.

Dazu bräuchte es vielleicht auch ein kleines Wunder. Die passende (Jahres-)Zeit dafür, wäre es ja …

 


Quelle Vorschaubild Artikel:
«Rentier mit Schlitten»
Huber/pixelio.de

1 Trackback / Pingback

  1. Huiuiui: Mathematik einer neuen Dimension | strohmRUN

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