Newsticker

Erholung und Tabu neu definiert

Die Woche nach dem 30-Kilometer-Longjogg sieht im Trainingsplan Erholung vor. Füsse hoch, Spannung runter und Kartoffelchips rein? Mitnichten! Erholung heisst: «nur» zwei statt der sonst üblichen drei oder vier Trainingseinheiten. Und auch mit diesen «nur» zwei Einheiten stehen heute Sonntag wieder 27 Wochen-Kilometer auf dem Tacho. Halt etwas gemütlicher (10 bis 30 Sekunden pro Kilometer unter dem angestrebten Marathon-Renntempo) – aber nichtsdestotrotz hat sich die Definition des Begriffs Erholung in den vergangenen Wochen und Monaten schon ziemlich verändert.

Heute also noch ein 12-Kilometer-Lauf, bei dem es auf drei Streckenabschnitten von jeweils einem halben Kilometer gilt, das Tempo deutlich zu erhöhen. Und da kommt mitunter schon so ein wenig Gänsehautgefühl auf, als ich merke, wie gut ich vorbereitet bin. Wie solide die Kilometer in den Beinen stecken und wohl noch das eine oder andere Körnchen (die treue Blog-Leserschaft erinnert sich) vorhanden sein dürfte. Für einen kurzen Moment stelle ich mir die Kölner Altstadt und das begeisterungsfähige deutsche Marathon-Publikum (kein Anbiedern im Vorfeld, sondern die reine Wahrheit) vor – und freue mich wirklich auf diese 42’195 Meter, die ich auf meiner Jagd nach der persönlichen Bestzeit abspulen werde.

Und: Kommenden Sonntag werde ich mit einem Tabu brechen! Bis dato galt es für mich nämlich als absolutes «No Go», (Finisher-)Shirts von irgendwelchen Läufen zur Schau zu tragen, die ich gar nicht (oder zumindest nicht ganz) absolviert habe. Eine Regel, die ich bereits im Training gelockert und eine Ausnahme zugelassen habe: Sehr häufig kam bei Temperaturen unter 20 Grad das (Langarm-)Leibchen des «11. Ford Köln Marathon 2007» zum Einsatz. Jenen Lauf vor sechs Jahren musste ich – mit lausiger Vorbereitung und nach viel zu schnellem Start wenig überraschend – wegen starker Rückenschmerzen damals bei Halbdistanz aufgeben. Doch die «Bad Vibrations» scheinen aus dem Trikot längst rausgewaschen; es hat beim Konditionsaufbau bis dato jedenfalls alles andere als Unglück gebracht.

Folglich hat es dieses sehr angenehme Puma-Shirt verdient (Anmerkung: Ich finde auch Asics, Mizuno, Adidas, Nike, Odlo und viele anderen Marken sowas von absolut megagenial und supertoll – ich will mir ja keine Chance auf einen Ausrüstervertrag verbauen…), durch die ganze Domstadt getragen zu werden – und das nicht nur der Bierwerbung auf dem rechten Ärmel wegen (Tradition seit 1863, heute zum Oetker-Konzern gehörend).

Trotzdem ist ein kleiner Interessenkonflikt programmiert: Das Zur-Schau-Tragen des «Gilden Kölsch»-Logos soll ja bekanntlich nicht ganz so lange dauern wie an anderen Marathonläufen auch schon…

Köln-Marathon 2007 Shirt

2007 ebenfalls am Start – schlecht vorbereitet und unter anderem deshalb wegen starker Rückenschmerzen bei Halbdistanz zum Aufgeben gezwungen. Das Shirt hat es aber verdient, die ganze Stadt kennenzulernen…

2 Kommentare zu Erholung und Tabu neu definiert

  1. Hallo Vloggy
    Ich wünsch dir einen tollen und erfolgreichen Lauf. Bei deinen Vorbereitungen wird das bestimmt eine PB. Egal, dass wichtigste ist das du Spass daran hast.

    • Härzlige Dangg! Bin auch gespannt – und freu mich vor allem auf das Wochenende und den Lauf.

      Bin jetzt grad unterwegs vom Freaktal via Basel SBB nach Kölle – mit dem Zug, nicht zu Fuss…

      Liebe Gruess, Vloggy

1 Trackback / Pingback

  1. Ärmel rauf, Ärmel runter, Rekord! | strohmRUN

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: