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Arosa verhindert mögliche Tourismus-Krise

Die Meldung ging gestern wie ein Strohfeuer quer durch die Ferienregion: «Grosses Poltern vor Poltera», hatte «strohmRUN» vom aufsehenerregenden Sturz des Läufers berichtet.

Rückblende: Donnerstag, 15.51 Uhr. Für einen kurzen Moment schien die ganze Bevölkerung im mondänen Ferienort die Luft anzuhalten. Gestolpert, weil das Trottoir vor der Eishalle wegen einer abgeschliffenen Teerfläche mit einem tückischen Absatz versehen war. Sollte eine mögliche Unachtsamkeit der örtlichen Bauverwaltung die Zukunft des Aroser Tourismus in Frage stellen?

Denn für Hoteliers und Gastronomen des Ortes war klar: Wenn dieses Malheur – just zum Auftrakt der Arosa-Lauftage mit den renommierten Charity-Läufern Ruedi Frehner und Reto Hunziker – national und international die Runde macht, werden sich wohl weniger Touristen auf die gefährlichen Trottoirs Arosas wagen.

Erst recht, weil die ganze Tragweite unmittelbar nach dem Sturz noch nicht absehbar gewesen war: «Ich sah im Moment des Stolperns das Leben an mir vorbeiziehen, dazu Gel-Tuben und rechtwinklige Ellbogen – und hielt es durchaus für möglich, dass ich nie mehr Marathon laufen kann», sagte der Gestürzte. Und ergänzte sichtlich niedergeschlagen: «Wahrscheinlich habe ich mir aber nur eine kleine Schürfwunde am Knie eingefangen.»

Arosa, das mit dem Slogan «all inclusive» wirbt und sich auf die erste gemeinsame Wintersaison mit Lenzerheide vorbereitet («Die Schweiz hat ein neues Traumpaar»), wollte aber ganz offensichtlich keine Risiken eingehen. Heute jedenfalls fuhren vor der Eishalle Teermaschinen auf, die die karrieregefährdende Schwelle eliminierten. «Ich tue dies für Arosa, für Graubünden, für die Schweiz – und bin stolz darauf», soll einer der Teerer laut einer nicht namentlich genannt sein wollenden Quelle gesagt haben.

Arosa Lauftage Eishalle

Der Gestürzte kehrt am Tag nach dem spektakulären Sturz an den Ort des Schreckens zurück: «An dieser Stelle sah ich gestern Gel-Tuben und rechtwinklige Ellbogen an mir vorüberziehen. Ich dachte: Jetzt ist alles aus. Vielleicht. Oder es ist zumindest eine Schürfwunde.» (Foto: RUEDIRENNT.ch)

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