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Grosses Poltern vor Poltera

Was waren das für Zeiten: Neun Schweizermeistertitel – und die legendäre Sturmlinie mit Ueli und Gebi Poltera sowie Hansmartin Trepp, die zwischen 1951 und 1957 gleich für sieben Trophäen im Bündnerland sorgte. Dieser «Aroser Sturm» liess Eishockeyherzen höher schlagen, der EHC Arosa hatte Anhänger in der ganzen Schweiz. Bis das jähe Ende kam: Ende der Saison 1985/86 musste sich der Verein – nach weiteren Meistertiteln in den Jahren 1980 und 1982 – aus finanziellen Gründen aus der Nationalliga A zurückziehen. Kult ist der EHC in der Eishockeyszene freilich noch heute.

Was dies in einem Läuferblog zu suchen hat? Sehr viel. Denn der Faszination «EHC Arosa» bin auch ich heute buchstäblich erlegen: Direkt vor der Eishalle, und just vis-à-vis der Osteria Poltera, die am Obersee noch heute an glorreiche Eishockeyjahre erinnert, knalle ich auf den Asphalt. Grosses Poltern vor Poltera, würde die Boulevardpresse titeln.

Ein Sturz mit Folgen: Ganz leichte Schwellung am rechten Knie, angeschlagene Hüfte, brennende Handflächen. Einverstanden: Angesichts des Poltergeräusches alles Lapalien. Aber weitaus schlimmer: Dieses leise Gefühl, sich soeben wahrscheinlich ein grosses Stück der Peinlichkeit preisgegeben zu haben. Inmitten einer Läufergruppe, die nach absolvierter Laufstil-Videoanalyse im Theorieraum der Eishalle und Barfuss-auf-Kunstrasen-Laufschule auf dem Platz des FC Arosa zum abschliessenden «Auslaufen» um den Obersee, via Maran zum Prätschli und zurück zum Obersee aufbrechen wollte.

Langer Stolperer, kurzer Sinn: Ich bin in Arosa angekommen.

Bis Sonntag profitiere ich nicht nur vom fachmännischen Input meines Coaches, sondern auch von Reto Hunziker, der im vergangenen Jahr den gesamten Rhein – von der Quelle bis zur Nordsee-Mündung – abgelaufen war und mit dem Projekt «1333km – Run for Kids» stolze 55’555 Franken für einen guten Zweck gesammelt hatte.

Gut zehn Kilometer haben wir heute auf spielerische Art und Weise auf über 1800 Metern über Meer – bei notabene mehrheitlich wolkenfreiem Himmel (aber frisch wars im Schatten) – unter Dach und Fach gebracht. Bleibt noch ein letzter Programmpunkt, der Gang ins Hotelbett. Persönliche Zielvorgabe: stolperfrei!

Arosa Eishalle

Der Nachwuchs des EHC Arosa trainiert in der Eishalle, während wir im Theorieraum rechte Winkel von Ellbogen beim Laufen kontrollieren.

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